“Da ist wahrscheinlich kein Gott, also sorg dich nicht, geniess das Leben”

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freidenkerEine provokative Aussage. Eine Aussage, die zum Nachdenken auffordert. Auch eine Aussage, die Gemüter erhitzt, Debatten und Diskussionen schürt. Ich finde die Kampagne deshalb toll! Ursprünglich sollten diese Sprüche – wie zuvor schon in England und anderen Orten – auf Bussen prangen und so mobile Messages sein. Das kam aber in der Schweiz nicht zustande. Diesen Herbst entdecken wir diesen Spruch auf Plakaten quer durch die Schweiz verteilt. Super!

Was soll ich dazu sagen? “So was darf man doch nicht aufhängen!” – nein, denn wie die Freidenker betonen, muss eben Freiheit herrschen. “Das stimmt nicht!” – nein, was bringt diese Aussage schon. “Doch, sicher gibt es einen Gott!” – nein, denn es macht wenig Sinn und fördert nur eine ja-nein Diskussion.

Ich will einen anderen Weg gehen und ich hoffe, dass wir als Christen ihn miteinander gehen. Den Weg, wirklich hinzuschauen. Den Weg, echt und ehrlich zu sein. Den Weg, nicht nur mit dem Finger zu zeigen und apologetisches Geschütz aufzufahren, sondern uns selbst zu hinterfragen! Denn meiner Meinung nach ist gerade das das spannende an diesem Spruch: Wir können uns selbst fragen: Was heisst das für mich.

Bereits im Frühling hatten wir im O2-SundayNight eine Inputserie, die sich auf diese Kampagne bezieht: “Christen lügen”. Keine Predigten, die diesenpruch in der Luft zerfetzen, sondern Predigten, die uns als Christen hinterfragen und vielleicht ein neues Licht auf das werfen, was wir wirklich glauben. Das ursprüngliche Ziel dieser Kampagne war ja unter anderem in England einen positiven Akzent zu setzen, gegen negativ orientierte “fromme Werbung”. Meiner Meinung nach stecken drei Fragen in diesem Satz:

  1. Können wir sicher sein, können wir beweisen, dass es einen Gott gibt?
    Viele haben es versucht, niemand hat es je geschafft Gott zu beweisen. Trotzdem treten wir Christen manchmal auf, als hätten wir die Weisheit mit Löffeln gefressen. Genau diesem Thema widmet sich der erste, herausfordernde Input:
    Christen sind Besserwisser
  2. Sind Christen Menschen, die sich ständig sorgen müssen, ob sie auch gut genug sind? Und während sie das tun, zeigen sie mit dem Finger auf andere und lösen damit denselben Druck aus? Ist Moral das einzige, was wir als Nachfolger von Jesus zu bieten haben? Man könnte meinen… Deshalb der zweite Input zu diesem Thema:
    Christen sind Moralapostel
  3. Wenn wir ständig im Stress sind zu genügen, dann können wir das Leben nicht geniessen… oder? Wenn ein Christ seine Regeln befolgen muss, um Gott zu gefallen, dann bleibt aller Spass ausgeschlossen…, oder? Auch das könnte man meinen und wir müssen uns als Christen ernsthaft hinterfragen! Der dritte Input heisst:
    Christen sind Partymuffel

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